

Hamburger Schulen bleiben am Freitag geschlossen – Prüfungen werden verschoben
Eine so umfassende Schulschließung hat es in Hamburg seit Jahrzehnten kaum gegeben: Am Freitag, dem 9. Januar, findet aufgrund der erwarteten extremen Wetterbedingungen kein regulärer Unterricht statt. Die Schulbehörde hat alle Schulleitungen entsprechend informiert. Hintergrund sind Prognosen, die starken Schneefall, anhaltende Kälte, Sturmböen und erhebliche Schneeverwehungen vorhersagen. Dadurch werden Verkehrswege stark beeinträchtigt und das Unfallrisiko steigt deutlich.
Für Kinder der Klassenstufen 0 bis 6 sollen im Vorfeld Lernmaterialien bereitgestellt werden. Alternativ oder ergänzend sollen Lehrkräfte digitalen Unterricht vorbereiten. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass eine Ganztagsnotbetreuung sowohl während der Unterrichtszeiten als auch darüber hinaus angeboten wird.
Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 bis in die Oberstufe sollen über digitale Lernangebote unterrichtet werden. Geplante schriftliche Leistungsüberprüfungen finden nicht statt und müssen zu einem späteren Zeitpunkt neu angesetzt werden.
Schwere Schneefälle erwartet – Experten warnen vor schwierigen Bedingungen
Hamburg steht vor einer außergewöhnlich angespannten Wetterlage. Bereits jetzt belasten große Schneemengen Straßen, Gebäude und Bäume, und die Situation soll sich weiter verschärfen. Meteorologen rechnen damit, dass der Schneefall am Freitagmorgen einsetzt – ausgerechnet während des Berufsverkehrs. Bis zum Mittag könnten rund zehn Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.
Wer an diesem Tag längere Fahrten plant, insbesondere in Richtung Süden, sollte mit erheblichen Verzögerungen rechnen oder seine Reise nach Möglichkeit verschieben. Zusätzlich wird für das Wochenende ein deutlicher Temperatursturz erwartet: In der Region sind Werte bis zu minus 15 Grad nicht ausgeschlossen.
Einordnung des Wetters und Blick auf den Winter
Solche Wetterlagen treten statistisch etwa einmal pro Jahrzehnt auf. Allerdings sorgt die zunehmende globale Erwärmung dafür, dass mehr feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa gelangen. Dadurch können Schneemengen heute deutlich höher ausfallen als früher bei vergleichbaren Wetterlagen. Gleichzeitig sind viele Menschen an strenge Winter kaum noch gewöhnt, was die Situation subjektiv extremer erscheinen lässt.
Trotz der Kälte ist ein Zufrieren der Alster in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Für tragfähiges Eis wären über viele Nächte hinweg sehr niedrige Temperaturen erforderlich – Bedingungen, die derzeit nicht prognostiziert werden.
(Symbolbild)
