
In den vergangenen Wochen kursierten im Stadtteil immer wieder Gerüchte, wonach es beim Kooperationsprojekt Wellingsbüttel Probleme mit bereits verbautem Material gegeben haben soll. Teilweise wurde sogar vermutet, dass dadurch erhebliche Verzögerungen im Bauablauf entstanden seien.
Um Spekulationen nicht ungeprüft weiterzugeben, wurde HAMBURG WASSER um eine Stellungnahme gebeten.
Die Antwort fällt eindeutig aus: Nach Angaben von HAMBURG WASSER gibt es keine Verzögerungen aufgrund falschen oder problematischen Baumaterials. Das Unternehmen erklärt, dass lediglich der ursprüngliche Bauablauf angepasst werden musste. Weitere Verzögerungen durch ungeeignetes Material seien nicht bekannt. Sollten konkrete Hinweise zu den kursierenden Gerüchten vorliegen, bittet HAMBURG WASSER darum, diese mitzuteilen, damit sie gegebenenfalls eingeordnet werden können.
Auch zum aktuellen Baufortschritt gibt es Neuigkeiten:
Anfang Juli konnten die Sielbauarbeiten in der Fuhlsbüttler Straße abgeschlossen werden. Die zuvor gesperrten Fahrspuren sind seit dem 3. Juli wieder für den Verkehr freigegeben.
In der Wellingsbütteler Landstraße ist vorgesehen, zunächst den Abschnitt zwischen der Fuhlsbüttler Straße und der U-Bahn-Station Klein Borstel wieder für den Quartiersverkehr zu öffnen. Weitere Bereiche sollen nach Abschluss der jeweiligen Leitungs- und Straßenbauarbeiten schrittweise folgen.
Zur Beschleunigung der Bauarbeiten wird derzeit auch an Sonnabenden gearbeitet. Noch bis zum 26. September finden jeweils samstags zwischen 7:00 und 15:00 Uhr Bauarbeiten statt. Nach Angaben von HAMBURG WASSER ist diese Maßnahme eine Folge des außergewöhnlich strengen Winterwetters zu Jahresbeginn, das zeitweise zu witterungsbedingten Baustopps geführt hatte. Ziel sei es, den vorgesehenen Gesamtfertigstellungstermin Ende 2027 weiterhin einzuhalten.
Bereits im vierten Quartal 2026 soll außerdem der nächste Bauabschnitt beginnen. Geplant sind Leitungs- und Straßenbauarbeiten im Wellingsbüttler Weg zwischen Borstels Ende und Barkenkoppel. Der genaue Starttermin steht noch nicht fest, da sich die Bauleistungen derzeit im EU-weiten Vergabeverfahren befinden. Nach dessen Abschluss folgen die Auftragsvergabe und anschließend der Baustart. Parallel laufen weiterhin Abstimmungen mit den zuständigen Behörden sowie der Austausch mit Anwohnern und den örtlichen Gremien.
Fazit
Die kursierenden Gerüchte über fehlerhaftes Baumaterial weist HAMBURG WASSER ausdrücklich zurück. Nach der offiziellen Stellungnahme beruhen die bisherigen Verzögerungen nicht auf Materialproblemen, sondern auf Anpassungen des Bauablaufs sowie den Auswirkungen des ungewöhnlich winterlichen Wetters zu Jahresbeginn.
Sollten sich im weiteren Projektverlauf neue Entwicklungen ergeben, wird darüber selbstverständlich berichtet.
