Zahlreiche Baustellen: Schranke am Ohlsdorfer Friedhof könnte zeitweise für alle geöffnet werden
Rund um den Friedhof Ohlsdorf kommt es derzeit regelmäßig zu Verkehrsproblemen, vor allem durch mehrere Baustellen. Um eine Entlastung zu schaffen, wird nun geprüft, ob Autofahrende den Friedhof vorübergehend als Umleitungsstrecke nutzen dürfen. Die Schranke, die seit 2020 den Durchgangsverkehr unterbindet, könnte für die Dauer der Arbeiten an Straßen und U-Bahn-Anlagen für alle geöffnet bleiben. Die Bezirksversammlung Wandsbek hat dazu einen entsprechenden Prüfauftrag beschlossen.
SPD-Fraktionschef Marc Buttler betonte, dass eine Entscheidung nicht kurzfristig fallen werde. Sowohl die Innen- als auch die Verkehrsbehörde müssten beteiligt werden, wodurch sich die Prüfung über Monate hinziehen dürfte. Im Fokus steht nicht nur die Schrankenregelung: Auch Anpassungen an den Ampelanlagen im Umfeld könnten nötig werden. Fachleute weisen allerdings darauf hin, dass dies zusätzlichen Stau im öffentlichen Verkehrsnetz verursachen könnte.
Die CDU-Fraktion lehnt den Vorschlag ab. Sie befürchtet, dass der Friedhof wieder als Abkürzung genutzt wird und damit die Würde von Trauerfeiern beeinträchtigt werden könnte. Zusätzlich soll untersucht werden, ob Geschwindigkeitskontrollen notwendig sind, damit Fahrzeuge das Gelände nicht als schnelle Transitstrecke missbrauchen.
